Team für historische Simulationen
Team for historical Simulations
![]()
click here for the english text
5. September 1634, am frühen Abend, beim Häselberg nahe Nördlingen. Bereits seit über 25 Jahren tobt in Nordeuropa ein Krieg. Was als Glaubenszwist zwischen Katholiken und Protestanten begann, hat sich durch das Eingreifen der schwedischen Königs Gustav II Adolph zum machtpolitischen Ringen zwischen ihm und dem Habsburger Kaiser entwickelt. Der Tod Gustav Adolphs und seines Gegenspielers Wallenstein beendet das Ringen nicht. Vielmehr verlagert sich der Kriegsschauplatz immer weiter nach Süddeutschland.
Den Schweden ist es nun gelungen das kaiserliche Heer, das Nördlingen belagert, zu täuschen. Es kommt zu einem Überraschungsangriff
auf die kaiserlichen Truppen. Durch eine tollkühne Reiterattacke des Herzogs Bernhard von Weimar werden die Vorpostenlinien geworfen.
Panik breitet sich im kaiserlichen Heer aus. Piccolomini versucht Ordnung in die flüchtenden kaiserlichen Truppen zu bringen.
In den verzweifelten Abwehrkämpfen fällt Malteser-Großprior Aldobrandini.
| Truppenaufmarsch | Kaiserlichen Musketiere auf dem Häselberg |
![]() |
![]() |
| Die Schweden kommen! | Schwedische Kürassiere | ![]() |
![]() |
| Kaiserl. Dragoner in Ederheim | Die Kaiserlichen räumen Ederheim |
![]() |
![]() |
Für das Spiel benutzen wir rund 300 28mm Miniaturen überwiegend von den Firmen The Assault Group und Bicorne.
Unterstützt von weiteren Miniaturen der Firmen Foundry, Old Glory, Perry Miniatures, Redoubt, Renegade und
Warlord Games. Bemalt wurde die Figuren von Michael Siwak und Holger Bartnitzki.
Als Gelände dienen die THSeigenen variablen Geländemodule. Komplett in Handarbeit entstanden die Gebäude (Dietmar Schmidt Bartelt) und Waldsegmente (Michael Immig).
Bei dem Regelsystem fiel unsere Wahl auf Black Powder von Warlord Games mit kleineren Anpassungen für die Besonderheiten des 30jährigen Krieges.
![]() |
Das Schlachtfeld heute, vom Süden her betrachtet. In der Senke im Zentrum liegt Ederheim. Im Hintergrund liegen von links nach rechts der Lachberg, the bewaldete Heselberg and der kahle Allbuch |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Dieses Szenario wird erstmals präsentiert anläßlich Tactica 27.-28.02.2010 in Hamburg.
Das Ganze wurde aufgrund neuer Erkenntnisse, gewonnen in unserem Exkurs auf das Schlachtfeld, und auf die besonderen Belange der Veranstaltung Crisis in Antwerpen erweitert und angepasst. Die Idee verdanken wir Bernhard Hennen, der auch einen Großteil der Figuren stellt. Die Aufbereitung übernahm das ganze Team. Unser besonderer Dank geht an Axel Stolch, unseren guten Freund, Berater in Detailfragen und kompetenten Führer auf dem Schlachtfeld.
… und hier noch etwas für die Lokalpatrioten aus unserer Region Rhein/Ruhr:
Johann von Werth (Jan van Werth, Jean de Weert) wurde 1590 in Büttgen bei Neuss geboren und starb 1652 in Benatek (Benátky nad Jizerou), Mittelböhmen. Er war General im Dreißigjährigen Krieg, zuerst in spanischen, ab 1630 in bayrischen Diensten im Heer der Liga und war wesentlich beteiligt am Sieg der Liga bei Nördlingen. Bekannt wurde er auch durch die nachfolgende Anekdote:
Jan und Griet
Jan verdingtet sich in jungen Jahren als Knecht in Köln und verliebte sich dort in die Magd Griet. Sie verschmähte jedoch sein Werben, da sie auf eine Heirat mit einem reichen Bauernsohn hoffte. Tief enttäuscht ließ sich Jan darauf hin als Söldner für die spanischen Truppen anwerben. In der Armee machte er Karriere, brachte es bis zum Rang eines Generals und errang viele Siege.
1642 zog er mit viel Tamtam durch das Severinstor in Köln ein. Dabei entdeckte er auf dem Markt Griet, die dort Obst verkaufte. Er grüßte sie galant und sagte zu ihr: „Griet, wer et hätt jedonn!“ (Griet, hättest du es doch getan!). Sie antwortete: „Jan, wer et hätt jewoss!“ (Jan, wer konnte das wissen!)*. Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass diese Geschichte kein „Happy End“ hatte und Jan ohne Griet weiter zog.
*Anmerkung der Redaktion: Ein typischer Fall von rheinischem Pragmatismus!