Team für historische Simulationen
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VENI VIDI VICI

Tabletop nach Warhammer Ancients
4. Januar 2001 im HQ

Letztendlich ist es dem Römischen Heer nach zwei verlustreichen Niederlagen gelungen, die keltische Allianz erstmals in die Knie zu zwingen. Wir erinnern uns kurz: Bei einem ersten kleineren Treffen (100 Punkte pro Seite nach WHAB) formierten sich mehr als 70 Gallier zu einer sogenannten Schweinskopfformation on einem Block direkt vor der Front des römischen Stosstrups. Die Kelten gingen direkt in die Offensive, gaben den Römern keine Gelegenheit zur Entfalltung und absorbierten förmlich die römischen Truppen nacheinander wie ein Schwamm. - Ende der Veranstaltung -
In einem zweiten Treffen mit mehr, besser gedrillten und ausgerüsteten Römern setzten die Kelten zur Abwechslung erfolgreich auf Kombinationen von leichter und schwerer Reiterei sowie Fanatikern und Plänklern. So gelang es, die römischen Hilfstruppen und die Reiterei zu neutralisieren und damit die Legionäre zu isolieren, welche sich frustriert aber geordnet vom Schlachtfeld zurückzogen. - Vorhang -

   Das Schlachtfeld, die Gallier formieren sich im Hintergrund

Doch nun zurück zu den letzten Ereignissen. Im recht offenen Gelände stellten sich die Gallier zum Kampf. Im Zentrum (Robert Sleath) und auf dem linken Flügel (Holger Bartnitzki) massierten sich die Stammeskrieger hinter den Plänklern, den rechten Flügel bildete eine kampfstarke Gruppe von Fanatikern und zwei Einheiten Adelsreiter (Michael Heising). Offensichtlich planten die Gallier über ihren rechten Flügel ihren ersten, entscheidenden Vorstoß.

Die Römer hingegen hatten ihren rechten Flügel schwach mit einer Einheit Auxiliaren besetzt, die Legionskohorten bildeten das Zentrum mit Plänklern in der Front und zwei Ballisten in erhöhter Position im Rücken (alle geführt von Bernhard Hennen). Die linke Flanke wurde komplett von syrischen Bundesgenossen (Karl-Heinz Kieckers) abgedeckt. Die Syrer bestanden vom Zentrum aus betrachtet aus einer Einheit Bogenschützen zu Fuß, einer Einheit Kataphrakten und einer Einheit leichter Kavallerie. Es war geplant, dass diese Truppen unter ihrem eigenen General über die linke Flanke den Feind aufrollen sollten.
Die römische Truppenaufstellung,
syrische Foederati rechts im Bild

Aufgrund der Aufstellung ergab es sich, dass die Syrern und dem gallischen Reitern und Fanatikern aufeinander trafen und dort die eigentliche Entscheidung über den Ausgang der Schlacht fiel. Damit waren die Grundkonzepte beider Seiten hinfällig. Die Gallier griffen dementsprechend zögerlich an und besonders die Fanatiker litten unter dem massiven Beschuss der Syrer. Zwar konnten sie die syrischen Bogenschützen zur Flucht zwingen, aber dezimiert und von einer römischen Legionskohorte in der Flanke attackiert, ergriffen sie selbst die Flucht, während sich die syrischen Bogenschützen sammeln konnten. Die kleinere Gruppe der Adelreiter griff gleichzeitig die leichte syrische Reiterei an. Die leichte Reiterei konnte sich absetzen, so dass die Adelreiter ihren Angriff abbrach. Zwischen diesen beiden Gefechten jedoch spielte sich der alles entscheidende Angriff einer großen Gruppe von Adelsreitern auf die Kataphrakten ab. Die Syrer empfingen die Gallier in einer Reihe stehend und setzten damit alles auf eine Karte. Mit ihren langen Reiterlanzen fügten sie den Galliern erhebliche Verluste zu, bevor diese überhaupt zuschlagen konnten. In einer zweiten Kampfrunde konnten die Syrer sogar die Flanke der Gallier bedrängen, die daraufhin nach kurzem fruchtlosem Gefecht flüchteten. An diesem Gefecht waren die Generäle beider Seiten beteiligt. Hätte der gallische General nicht vergessen (?), seinen syrischen Kontrahenten rechtzeitig zum Zweikampf aufzufordern, wäre die Sache möglicherweise anders ausgegangen. überhaupt muss man sagen, dass den Syrern das Schlachtenglück sehr hold war (Riesenglück beim Würfeln). Ihre regulären Truppen erwiesen sich als besonders treffsicher, zuverlässig und standhaft. Außerdem war für die Gallier der Kampf gegen Pferdebogner und Kataphrakten ein Novum, auf das sie in keiner Weise vorbereitet waren. Im Zentrum hingegen wurden wieder die altbekannten taktischen Probleme der gallischen Fußtruppen deutlich. Wie schon häufiger, wurden die Fußtruppen durch ein Wäldchen mehr behindert als bevorteilt. Ein Umgehungsmanöver mit vergleichsweise großen Einheiten erforderte viel zu viel Zeit und die Truppen fielen für die eigentliche Schlacht aus. Demgegenüber erwiesen sich die römischen Legionäre als extrem beweglich und sehr schlagkräftig.

   Römische Bundesgenossen aus Palmyra in Syrien

Gönnen wir den Römern und ihren Verbündeten ihren Sieg. Die Gallier haben zwar eine Schlacht verloren aber ihnen ist der Himmel noch nicht auf den Kopf gefallen. Und wer weiß, mit wem sich die Römer demnächst noch als Gegner herumschlagen müssen.

Secundus Zabdas alias Karl-Heinz "Kalle" Kieckers