Team für historische Simulationen
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Die Gelbien-Kampagne

Teil 2: Die Landung bei Nordmannsheim

Bericht an seine Majestät den Kaiser:
Über die Landungsoperation bei Nordmannsheim, alleruntertänigst gegeben im Felde von Dero Gnaden Herzog von Zittavia

Befehls- und plangemäß leiteten wir in aller Frühe die Landungsoperation bei Nordmannsheim ein, wobei die Truppen des Imperiums und die Elfen die eigentliche Landung unternahmen, während die verbündeten Zwerge mit dem Bau einer Kriegsbrücke über den Bärenfluss; begannen, um den Gegner zum Zersplittern seiner Kräfte zu verleiten. Wie sich im Laufe der Schlacht herausstellte, kämpften die in dieser Region lebenden Zwerge teilweise freiwillig auf Seiten unserer Gegner, was die vor uns liegende Aufgabe noch schwieriger machte.

Die sich uns bietende Ausgangslage war folgende: Der auf unserer linken Flanke liegende Wald wurde von Goblins mit Schleudern und Tiermenschen mit Bögen gehalten. Zwischen Wald und angrenzender Palisade war eine Zwergenkanone postiert und zu ihrer Deckung Zwergeninfanterie abgestellt. Der hinter der Palisade liegende Hügel wurde von Orks gehalten, der Raum zwischen ihm und der Festung Nordmannsheim von einem angeketteten Regiment Zwergensklaven. Zusätzlich lauerten hinter den Palisaden noch zwei weitere Zwergenregimenter. Die Festung selbst wurde von Ostlingen mit Langbögen, einer Großkanone und einem Mörser verteidigt, das vorliegende Küstenfort von Orks mit Bögen. Hinter den Küstenbefestigungen warteten außerdem noch mehrere Orkregimenter auf unseren Angriff.

Während die eigentliche Landung ohne nennenswerte Störungen gelang, erlitten unsere Truppen sofort schwerste Verluste durch das unerwartet schwere Artilleriefeuer des Gegners, sowie seine Fernkampftruppen, von denen unzählige in ihren Stellungen auf uns lauerten. Unsere Oger hörten binnen kurzem auf zu bestehen, die Pikeniere verloren mehr als eine halbe Kompanie und vor allem die in vorderster Front stehenden Elfen mussten ungezählte Verluste hinnehmen.
Unsere Pikeniere rückten sofort auf den Waldrand an der linken Flanke vor und vertrieben zuerst die dort lauernden Goblins und anschließend zerschlugen sie im Verein mit einer Elfeneinheit auch die Tiermenschen, deren traurige Reste von Panik ergriffen wurden. Die Halblinge rückten daraufhin in den Wald vor, um diesen für uns zu sichern.

Plötzlich tauchten aus selbigem Wald Trolle unter Führung eines Schwarzorks auf, die jedoch in typischer Blödheit nur herumstanden und vor sich hin sabberten, während die Elfen sie mit ihren Bögen in Nadelkissen verwandelten. Der übriggebliebene Ork griff daraufhin meine Person an und wurde prompt in Stücke gehauen.
Die zwischen dem Wald und der Palisade stehende Zwergenkanone des Gegners, die schon soviel Schaden angerichtet hatte, wurde nun von unseren Schwertkämpfern angegriffen und vernichtet, die während des Angriffes aber auf getarnte Wolfsgruben stießen und etliche Verluste erlitten. Während des Kampfes selbst erhielt dieser Gegner auch noch unerwartete Unterstützung in Form von vier Minotauren. Eine dieser Kreaturen konnte zwar vernichtet werden, der Rest aber löschte unsere tapferen Schwertkämpfer fast völlig aus, der klägliche Rest ergriff die Flucht. Im Zentrum konnten wir währenddessen nur langsam vorrücken, da wir unter starkem Beschuss von Artillerie und Bögen des Gegners standen und zwar sowohl aus der Front durch die Festungsbesatzung, als auch in der Flanke durch die Orks hinter den dortigen Palisaden.

Averländer Hellebardiere

Unser eigener Mörser konnte nach seiner Anlandung zwar im 4. Versuch die Großkanone des Gegners durch Volltreffer ausschalten, aber bis dahin hatten wir bereits so immens hohe Verluste hinnehmen müssen, dass der Vormarsch ganz zum Halten kam und der Kommandeur des Zentrums bereits den Rückzug ins Auge fasste. Dazu kam noch, dass immer mit einem Angriff in die Flanke der vorgehenden Truppen durch die Gegner hinter den Palisaden gerechnet werden musste.
Die Zwerge hatten indessen die Kriegsbrücke fertig gestellt und begannen mit dem Queren des Flusses. Dabei zeigte sich dann aber auch sofort die Unerfahren- und auch Unentschlossenheit ihres Kommandeurs, der statt der Flammenkanone an die Spitze zu stellen, um die gegnerischen Befestigungen so schnell als möglich niederzuwerfen, diese am Ende der Marschkolonne platzierte. Auch die bereits übergesetzten Zwergen-Bataillone machten keinerlei Anstalten, den Gegner anzugreifen, um dadurch etwas den Druck von unserem Zentrum zu nehmen.
Nunmehr breitete sich die Nacht über das Schlachtfeld und bedeckte gnädig den grauenvollen Anblick, der sich dem Auge des Beobachters bot. Die Truppen fielen erschöpft nieder, wo sie sich gerade befanden und erwarteten den folgenden Tag, den wieder viele von ihnen nicht überleben sollten.
Mit dem Morgengrauen trafen, Sigmar sei Dank, weitere Verstärkungen für uns ein, die unsere Verluste wettmachten. Gleichzeitig allerdings traf uns wie ein Schlag die Nachricht, dass die noch am anderen Ufer des Bärenflusses befindenden, auf ihren Übergang wartenden Zwerge, von Horden aus berittenen Chaoskriegern und Chaosstreitwagen angegriffen wurden, so dass von dieser Seite her keine Hilfe zu erwarten war. Die Zwergenarmee wurde von den Chaoshorden denn auch überrannt und völlig vernichtet, immerhin gelang es einigen tapferen Zwergen, die Brücke anzuzünden und so den Übergang über den Bärenfluss unmöglich zu machen. Die Zwerge auf dem diesseitigen Ufer erzielten zwar einige Anfangserfolge, kamen aber nicht einmal mit der Bedienung ihrer eigenen Flammenkanone klar (Zitat: "Wie feuert man die Kanone noch mal ab?"). Ihrem Gegner, den Orks unter dem Befehl von Grashnik Halbliter, gelang es im Laufe des Tages somit fast zwangsläufig, die Zwerge völlig aufzureiben. Zumindest standen diese Truppen dem Gegner nicht zur Verfügung, um sich unserer Hauptstreitmacht in den Weg zu stellen.


Blick auf die linke Flanke

Diese Hauptstreitmacht konnte auf dem linken Flügel den Wald völlig freikämpfen, die Minotauren durch konzentrierten Beschuss von Waldelfen, Speerschleuder und Salvenkanone vernichten und die Palisaden somit umgehen. Das daraufhin den Waldrand angreifende Zwergenregiment des Gegners wurde durch das Feuer der dort postierten Waldelfen abgeschlagen werden und dem Angriff eines eingetroffenen Regimentes von berittenen Kriegern wichen die Elfen tiefer in den Wald aus. Dem daraufhin folgenden Angriff unserer Pikeniere entzogen sich diese Ritter durch feige Flucht. Die Palisaden stellten damit kein Hindernis mehr dar und wir konnten unsere Streitmacht auf diesem Flügel endlich entwickeln.

Das Zentrum kämpfte auch an diesem Tage wahrhaft heldenhaft, da die Festung Verstärkungen in Form einer weiteren Kanone erhalten hatte. Unser eigener Mörser schoss an diesem Tage nur Luftlöcher, so dass die Festungsartillerie erst nach langem Beschuss mit Langbögen ausgeschaltet werden konnte, was mit schweren Verlusten bei uns verbunden war. Die bis dahin das schlimmste verhütenden Sturmschilde gingen verloren, als die vorrückenden Bogenschützen auch im Zentrum auf Wolfsgruben stießen. Nach langem und erbittertem Kampf konnte sich unser Zentrum aber etwas Luft machen und der Kommandeur ging heldenmütig, aller persönlicher Gefahr spottend, höchstselbst zum Angriff vor und riss durch sein Beispiel unsere Truppen mit. Dem hatte der Gegner nichts entgegenzusetzen und auch plötzlich aus der Luft angreifende Harpien konnten das Blatt nicht mehr wenden und ergriff nach kurzem Kampf das Hasenpanier. Die eben eintreffenden Wolfsreiter entschieden ebenfalls, dass es für diesmal klüger wäre, die eigene Haut zu retten und machten kehrt.
So konnten wir unter entsetzlichen Verlusten die uns übertragene Aufgabe doch noch lösen und die wichtige Küstenfestung mit Sturm nehmen. Gebe Sigmar, daß wir nie wieder ein solches Blutbad erleben müssen, bei dem die Blüte unseres Volkes ihr junges Leben aushauchen muß.
Die Tatsache, dass der Gegner bereit und in Stellung unsere Landung erwartete, veranlasst mich zu der Annahme, dass; in den höchsten Spitzen unserer glorreichen Armee ein Verräter sein Unwesen treiben muss, dessen schnellstmögliche Enttarnung nun oberste Priorität hat.

Demutsvoll,
Herzog von Zittavia
gegeben auf der blutigen Walstatt bei Nordmannsheim.