Team für historische Simulationen
Team for historical Simulations ________________________________________

home                                                         03/2008

Die Gelbien-Kampagne

Teil 1: Die Schlacht bei Nordenheim

Wie unser Korrespondent mitteilt, ist es an der gelbischen Küste beim Weiler Nordenheim zu schweren Gefechten gekommen. Marodierende Orkhorden, angeführt von ihrem Kriegshäuptling Grashnik Halbliter haben den befestigten Weiler angegriffen. Sie stießen dabei auf erbitterten Widerstand einer unerwartet großen Gruppe von Zwergenkriegern und einer entschlossener Bürgerwehr unter Elric "Steamhead" de Groox.
Erst als Elric nach ersten Erfolgen die schützenden Palisaden verließ und zum Gegenangriff überging, wendete sich das Blatt zugunsten der Orks. Die Zwergentruppen konnten sich aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Orks nicht entwickeln und wurden zurückgedrängt. Obwohl die Zwerge dabei nur wenige Verluste erlitten, war der Druck durch die nachdrängenden Orks so stark, dass Nordenheim geräumt werden musste und der Plünderung und Brandschatzung anheimfiel. Die Zwerge zogen sich geordnet nach Thorins Trutz, der nächstgelegenen Grenzfeste zurück. Halbliter hatte ohne Rücksicht auf Verluste ein Tagesziel erreicht, man wird wohl noch von ihm hören.

Gänzlich unbeachtet von Zwergen und Orks vollzog sich gleichzeitig in Sichtweite von Nordenheim ein weiteres Drama. An der nahegelegenen Küste war das Fliegende Einhorn, ein elfisches Schiff, gegen die Klippen geschleudert worden.
Galadrin, ein junger und unerfahrener Offizier aus einem angesehenen Elfengeschlecht, war beauftragt worden, das kostbare Frachtgut zu bergen. Zu diesem Zweck wurde ihm eine für seinen Rang ungewöhnlich starke Elfentruppe unterstellt. Galadrin vermied die Kampfhandlungen zwischen Orks und Zwergen und näherte sich mit Vorsicht dem Wrack. Nur zu bald sollte er erfahren, warum man ihm eine so große Streitmacht anvertraut hatte.
Kaum näherten sich seine Reiter der Küste, wurden sie von den vorgelagerten Inseln durch Bogenschützen dezimiert. Was war passiert?
Das Fliegende Einhorn barg ein mächtiges Artefakt. Dem Nekromantenadepten Theophil Rassendyl (vormals elfischer Staatsbürger) war es gelungen, mit einer großen Zahl von Skeletten das Schiff zu entern. Nach dem Schiffbruch wollte er das Artefakt auf dem Landweg in Sicherheit bringen (Skelette sind ja bekanntlich lausige Seefahrer). Das er zu diesem Zweck mehr als 100 seiner Geschöpfe bei einem Angriff der Elfen verlieren würde, kümmerte ihn wenig (Zitat Rassendyl: "Die sind doch sowieso schon tot."). Ja, er nahm sich sogar noch die Zeit, das Gefecht zwischen Zwergen und Orks mit den Worten zu kommentieren: "Tote, ich brauche mehr Tote!".

Allerdings schickte er seine Truppen nicht blindlings in ihr Verderben, sondern postierte sie so zwischen den Klippen (Anm. der Redaktion: In Ermangelung vorhandener Anhöhen, auf denen sich unser allseits verehrter Kalle sonst zu verschanzen pflegt!), daß die elfischen Bogenschützen nur wenig Schaden anrichten konnten. Die Elfen, nun im Zugzwang, da sich Rassendyl mit dem Artefakt in Gegenrichtung aus dem Staub machte, griffen erwartungsgemäß an.
In drei Wellen, voran die Reiterei, ging es frontal gegen eine Gruppe von ca. 20 Skeletten. Die durch Beschuss bereits stark mitgenommene Reiterei blieb mit ihrem Angriff in der Masse der Skelette stecken, wurde nun aber selbst in ihrer rechten Flanke von Skeletten und untoter Reiterei attackiert. Das war zuviel und die Elfenreiter fluteten zurück. Verfolgt von den Skelettreitern rissen sie die zwei eigenen nachfolgenden Angriffswellen mit sich.
In der allgemeinen Panik gelang es weder Reitern noch Fußtruppen, die Verfolger abzuschütteln und so hauchten in kürzester Zeit fast 40 Elfen ihr Leben aus. Galadrin wurde zuletzt gesehen, als er vergeblich versuchte, die Flucht seiner Reiter aufzuhalten. Die nunmehr führerlosen Truppen der Elfen zogen sich kämpfend zurück und vernichteten dabei noch einen Großteil der Untoten.
Ein schwacher Trost für den Ältestenrat der Elfen, denn das Artefakt war verloren und viel elfisches Blut sinnlos vergossen worden. Ein Ältester soll unbestätigten Gerüchten zufolge ausgerufen haben: "Galadrin, gib uns unsere Söhne wieder!".

Der Redaktion wurde die Korrespondenz zugespielt, welche sich nach der Schlacht zwischen Groox und Rassendyl entwickelte. Wir meinen, unseren Lesern diese Dokumente nicht vorenthalten zu dürfen:
--------------------
An Elric "Steamhead" de Groox, 17. Grottenholm von und zu Khuzduk:
Deine Zwerge können schon mal locker anfangen zu zittern. Mit den Elfen als Verbündete braucht man ja eigentlich keine Feinde mehr. Meine Untotenhorden werden Euch schon "bekehren". Den Rest (bis auf die Knochen) bekommen dann die "vereinigten Vinsterlinge" (Orks, Goblins etc.) vorgeworfen.
gez. T. Rassendyl
vormals elfischer Staatsbürger & Berufsnekromant
------------------------------
Verachteter T. Rasendüng!
Hoo hoo hoo! Da lach ich mir aber einen in meinen Bart hinein!
Huu huuu! Meine äußeren Barthaare fangen schon an, sich vor Angst zu zwirbeln. Ein bisschen Fleisch an den Knochen stände Deiner Armee, "T. Rasendüng", ganz gut. Ich und meine Getreuen derer von Khuzduk stehen nicht so auf klare Fleischbrühe! Zu mehr sind eure Knochen sowieso nicht zu gebrauchen. Wer hat Euch denn so abgenagt? Waren es etwa die "schwulen Frisöre" aus dem Gestrüpp, oder die stinkenden "Schweine" (Anm. der Redaktion: die Rede ist von Waldelfen und Orks)?. Lieber weiß ich ein paar Frisöre an meiner Seite, die wenigstens unsere Bärte mit den neuesten und hippigsten Trendfrisuren verschönern können, als sich mit Primaten abzugeben, die gerade mal über das "im Schlamm wälzen" hinaus gekommen sind. Gut, einige müssen schon auf ihren eigenen gezüchteten Goldhamstern reiten, Andere halten sich aber schon an ihrer Standarte fest, damit sie überhaupt stehen können.
Und richten Sie sich schon mal auf diverse Knochenbrüche ein -hohoho- denn wenn meine Leute und ich mit Ihnen fertig sind, dann können wir aus den Knochen nette Mobiles für unsere Höhlen machen!
Hochachtungsvoll!
Elric "Steamhead" de Groox
------------------------------
Friss Staub, Kleiner!
gez. Theophil Rassendyl
P.S. Du darfst mich auch Meister nennen!
------------------------------
Ich werde Deinen Staub fressen, wenn ich mit Dir fertig bin, Rasendünger!
gez. Elric de Groox
------------------------------