Team für historische Simulationen / Team for historical Simulations
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Das Fort

Belagerung und Entsatz von Fort George im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Das Szenario spielt vor dem Hintergrund der Penobscot-Expedition 1779 im heutigen Bundesstaat Maine, einer nahezu vergessenen Episode aus dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Idee zu dem Szenario verdanken wir dem gleichnamigen Roman von Bernhard Cornwell. Zu einem Tabletop-Szenario wurde das Ganze aufbereitet von Bernhard Hennen.

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Truppen der Rebellen setzen zum Sturm auf Fort George an der Spitze der Majabigwaduce Halbinsel an, dass von Königstreuen gehalten wird. Ein Kontingent französischer Truppen unterstützt diesen Angriff aus befestigten Stellungen heraus, während britische Verbände im Verbund mit ihren hessischen Söldnern von Land und von See her zum Entsatz vorrücken und die Allianz von Franzosen und Rebellen aus dem Rückraum attackieren. Bei der Darstellung der historischen Begebenheiten haben wir uns einige Freiheiten erlaubt, um einerseits das ganze Spektrum der am Unabhängigkeitskrieg beteiligten Truppen darzustellen und andererseits das Geschehen auf einem Spieltisch zu komprimieren.


An dem Szenario mit handbemalten 28mm Miniaturen können sich bis zu acht Spieler beteiligen. Auch Gäste ohne Vorkenntnisse können für ein paar Runden gerne mitmachen. Gespielt wird nach dem Regelsystem Black Powder von Warlord Games mit speziell auf das Szenario zugeschnittenen Kurzregeln. Eine Spielleitung begleitet das Spiel und unterstützt die Spieler. Die Spielfläche beträgt 5 x 3 Meter.


Es kommen über 600 Miniaturen zum Einsatz, vorrangig von den Firmen Perry, Foundry und Front Rank. Die variabel nutzbaren Geländeteile bestehen aus 100 x50cm Styrodur-Segmenten mit modelliertem Gelände sowie überwiegend im Team selbstgebastelten Baumgruppen, Gebäuden und Kleindioramen (Vignetten). Ergänzend finden sich noch Baumgruppen der Firma more-terrain sowie das Fort, einige Gebäude und Befestigungswerke der Firma Grand Manner. Bei den Schiffen handelt es sich um Umbauten von Modellen der Firma Dixon, die Schmiede mit Nebengebäuden basiert auf Bausätzen von Renedra.


Das Spiel wird erstmals einem internationalen Publikum bei der Veranstaltung Crisis in Antwerpen im November 2013 vorgestellt*. Im Vorfeld fand eine große Generalprobe im Rahmen unseres Sommerfests** statt, bestens dokumentiert auf Monty's Caravan Blog. Die Vorbereitungszeit von der ersten Idee und Recherche bis hin zur kompletten Umsetzung betrug knapp ein Jahr. Die Realisierung und Präsentation sind echte Gemeinschaftsprodukte des gesamten Teams. Hier sind zu nennen, die akribische militärhistorische und uniformkundliche Recherche und Dokumentation, der realitätsnahe Geländebau, das detailgenaue Bemalen der Figuren, das kritische Playtesting, das mühevolle Feintuning der Szenarienregeln, der aufwendige Transport, Auf- und Abbau sowie die leidige Projektkoordination. Da wurden Konzepte verworfen, Rückschläge verkraftet, Alternativen gesucht und gefunden und sich immer wieder untereinander angestimmt.
Das Ergebnis können wir nun mit einigem Stolz vorstellen und hoffen, es gefällt.

*Nachtrag
Mittlerweile ist Crisis 2013 schon fast wieder Vergangenheit. Aber: Wir vom Team haben mit dieser Präsentation den Preis "Best Presented Wargame" eingeheimst und sind richtig stolz. Nachfolgend ein par Bilder, den kompletten Bericht gibt es unter Monty's Caravan Blog.

... und hier noch weitere Bilder von Michael Immig mit freundlicher Nachbearbeitung durch Holger Bartnitzki

**Nachtrag
Erneut fand unser Sommerfest in Krefeld-Fischeln statt, also ganz in der Nähe von historischem Boden. Bei Fischeln fand namlich im Verlauf des Siebenjährigen Krieges die Schlacht an der Hückelsmay (1758) und bereits vorher, in der Endphase des Dreissigjährigen Krieges die Schlacht auf der Kempener Heide (1642) statt. Noch heute erinnert an einer Straßenkreuzung und dem Restaurant Hückels May ein Denkmal und eine Info-Tafel an diese Begebenheiten. Mehr darüber findet sich im Museumszentrum Burg Linn in Krefeld.
Fotos: Michael Immig, Stefan Königs, Karl-Heinz Kieckers